Beat Habegger
Beat Habegger
14.09.2018

Verkehrserschliessung ETH Hönggerberg: Busse und Elektrifizierung, aber keine innovativen Ansätze

Der Regierungsrat hat die Fragen von mir und Alexander Jäger zur Verkehrserschliessung ETH Hönggerberg beantwortet. Die Antworten enthalten nicht viel Überraschendes.

Zwar verweist der Regierungsrat auf die prognostizierte massive Zunahme der Personenfrequenzen auf den Buslinien, insbesondere auf der Linie 80. Er meint aber auch, dass der Hönggerberg „wesensgerecht erschlossen ist und sich Investitionen in ein neues Verkehrssystem nicht rechtfertigen lassen“.

Ausser der Taktverdichtung auf der Linie 80 zu Spitzenzeiten (jetzt ab Semesterbeginn umgesetzt) und der geplanten Elektrifizierung sieht der Regierungsrat also keinen Handlungsbedarf.

Die Elektrifizierung der Linien 69 und 80 hat der Bundesrat mittlerweile als Priorität in das Mitte September 2018 publizierte Agglomerationsprogramm aufgenommen.

Selbst wenn damit die Kapazitäten tatsächlich abgedeckt werden, darf man nicht vergessen, dass mehr Fahrten durch die Quartiere auch eine Belastung darstellen.

Wichtig für Zürich Nord sind die Aussagen des Regierungsrats zu den „publikumsorientierten Erdgeschossnutzungen“, die gemäss Richtplan für die ETH Hönggerberg geplant sind.

Diese sollen offenbar den „täglichen Hochschul-Bedarf“ abdecken und zu keinem "nennenswerten zusätzlichen Verkehrsaufkommen“ führen. Ich werde genau darauf achten, dass die Nutzungen letztlich tatsächlich diesem Zweck entsprechen.

Zu den geplanten Portalgebäuden gibt es leider keine weiteren Informationen. Klar ist, dass der Regierungsrat diese stütz. Hier wird die FDP-Fraktion in der Kommissionsberatung genau hinschauen und die notwendigen Interessenabwägungen vornehmen.